Kampagne «Armut halbieren»

Caritas begrüsst, dass der Bundesrat das Thema der Armut in der Schweiz ernst nimmt. Der für das Bundesprogramm vorgeschlagene Finanzrahmen von rund 9 Millionen Franken, verteilt auf fünf Jahre, ist jedoch bescheiden und steht in keinem Verhältnis zum Ausmass der Armut in der Schweiz. Schon deshalb kann dieses Bundesprogramm nur ein Element in der Armutsbekämpfung sein. Auch das Parlament soll seinen Spielraum ausschöpfen. Zudem müssen Ausgaben für die Bekämpfung von Armut in der Familien-, Bildungs- und Sozialpolitik wieder als Investitionen in eine zukunftsfähige und solidarische Gesellschaft und nicht einseitig als Kostenfaktor gesehen werden.

Caritas hat im Jahr 2010 zur Dekade «Armut halbieren» aufgerufen. Damit es 2020 nur noch halb so viele armutsbetroffene Menschen gibt, sind Politik, Wirtschaft aber auch die Caritas gefordert.

Von Politik und Wirtschaft fordern wir:

Bund und Kantone müssen alljährlich Rechenschaft darüber geben, was sie zur Bekämpfung der Armut unternehmen. Die Sozialhilfe soll nach landesweit einheitlichen Grundsätzen festgelegt werden. Bund, Kantone und Wirtschaft sollen die Bildung von Sozialfirmen fördern. Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr vermittelbar sind, finden so Arbeit und soziale Integration.

Auch Caritas engagiert sich:

Wir beobachten und überprüfen die Anstrengungen von Bund und Kantonen in der Armutspolitik. Armut muss ein Thema sein! Wir verstärken unsere Sozialberatung für Familien, die in Armut geraten. Wir verdoppeln die Zahl der Caritas-Märkte, wo arme Menschen günstig einkaufen können. Wir schaffen Sozialfirmen mit rund 1000 Arbeitsplätzen.

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